„Was soll der Quatsch? Das Holstein-Stadion ist ein Stück Kieler Identität – und daran wollen wir auch nichts ändern. Der Name „Holstein-Stadion“ gehört zu unserer Stadt wie die Kieler Woche, die Kiellinie und der THW. Wer ernsthaft darüber nachdenkt, den Namen unseres Traditionsvereins zu verkaufen und zur seelenlosen Werbefläche zu machen, zeigt doch nur, wie wenig Gespür er für die Menschen in Kiel und ihre Fußball-Liebe hat.
Viele Fans aus anderen Städten beneiden uns um unser ehrliches „Holstein-Stadion“ – das sollten wir uns nicht durch kommerzielle Interessen kaputt machen lassen. Öffentliche Orte sind Teil unseres gemeinsamen Lebens und gehören der Stadtgesellschaft – nicht dem Meistbietenden. Die Energie, die in die Diskussion solcher Vorschläge fließt, sollten nach meiner Einschätzung nach sinnvoller genutzt werden. Zum Beispiel, indem wir gemeinsam darüber nachdenken, wie wir die Finanzierung der Kommunen dauerhaft auf solide Füße stellen und somit nachhaltig verbessern können.“
Als Oberbürgermeister der Stadt Kiel wird Ulf Daude die Initiative ergreifen und allen Ratsfraktionen anbieten, sie dabei zu unterstützen, die fraktionsübergreifende kommunale Forderung nach einer angemessenen Finanzierung für die Wahrnehmung der Aufgaben unserer Stadt in ihren jeweiligen Parteien auf Landes- und Bundesebene konsequent einzufordern. Vernünftig wäre es beispielsweise, nach skandinavischem Vorbild die Schaffung und den Erhalt von „Gemeinwohlfühlräumen“ als soziale Daseinsfürsorge von nationaler Bedeutung zu begreifen.
Dann klappt’s auch mit dem Zusammenhalt in der Gesellschaft.

